2014. Iwalewahaus

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DONNERSTAG

Die "Bewegungslehre" beschreibt eine neuartige Instrumentalmethodik, die aus einer spieltechnischen Weiterentwicklung des DJing und Turntablism entstanden ist. Dabei werden analoge Scratch-, und Mischtechniken mit digitalen Software-Lösungen kombiniert, wodurch sich der musikalische Ansatz erweitert.

Diese Kunstform wird als Tonspielen bezeichnet und erlaubt es sprichwörtlich mit vorhandenem Tonmaterial zu Musizieren. Die aufgezeichnete Akustik wird zu einer Art Spielkörper, der durch instrumentelle Handarbeit soweit verformt wird, dass daraus neuartige Klangfarben hervorgehen. Die vorliegende These mit dem Titel -Bewegungslehre- ist der erste Entwurf einer Analyse des Tonspielens auf der Grundlage einer eigens dafür entwickelten Musiktheorie. Dadurch soll es irgendwann einmal möglich werden das "Spielen mit Tönen" durch ein Musikstudium erlernen zu können.



http://www.alexandersonnenfeld.com/

Alexander Sonnenfeld


wurde 1979 in Cottbus geboren. Mit vierzehn Jahren begann er sich für das DJing zu begeistern und startete seine ersten musikalischen Gehversuche. Inspiriert durch die „Invisbl Skratch Piklz“ (amerikanische DJ Legenden) übte er fortan täglich viele Stunden an seinen Plattentellern und kam 1998 auf die Idee ein Notationssystem für Turntablism zu entwickeln. Dies war der Start für ein Selbsstudium in Musiktheorie, dass die nächsten dreizehn Jahre in Anspruch nehmen sollte.


Im Jahre 2002 nahm er mit Professor Karlheinz Stockhausen Kontakt auf und berichtete von einem neuartigen Instrument mit dem es möglich wäre „Alles“ zu spielen. Aus Neugier lud Stockhausen den jungen Plattenspielerkünstler ein um sich durch eine praktische Darbietung selbst ein Bild davon zu machen. 
Stockhausen war begeistert von den akustischen Möglichkeiten des sogenannten "Tonspielzeug" und der Idee einer Notationsmethodik. Es entstand ein freundschaftlicher Briefkontakt bei dem sich Sonnenfeld stets auf den Rat von einem der bedeutendsten Musikwissenschaftler des 21. Jahrhunderts verlassen konnte.



2011 fasste Sonnenfeld die Musiktheorie der S-Notation in seiner These „Bewegungslehre“ zusammen. Sein Ziel ist es, durch dieses Lehrmodell Turntablism als anerkannte musikalische Kunstform auf akademischer Ebene zu integrieren.

Alex Sonnenfeld lebt in Berlin und arbeitet seit 2012 als Guest Professor für die Qbert Skratch University.

Seit 2009 veröffentlicht er regelmäßig über seinen Youtube Kanal Tutorials & Live Podcasts zum Thema Turntablism und arbeitet an verschiedenen Musikprojekten.









"Tonspielzeug und

Bewegungslehre"




Performance/Workshop